Martin Grubinger

Perkussionist. Professor an der Universität Mozarteum in Salzburg. Mitgründer der MyGroove App.
25 Jahre lang spielte er in ausverkauften Sälen rund um die Welt. Dann ließ er das Meiste davon hinter sich und steckte dieselbe Leidenschaft in den Aufbau von etwas Neuem.
Biografie & Werdegang
Martin Grubinger gilt als einer der besten Multiperkussionisten der Welt. Ein Musiker, dessen technische Präzision, Spielfreude und Vielseitigkeit neu definiert haben, was Percussion als solistisches Konzertinstrument sein kann. Damit hat er maßgeblich dazu beigetragen, das klassische Schlagwerk aus dem Orchestergraben ins Zentrum der klassischen Konzertbühne zu holen.
„Wenn man diese Schwelle überschreitet und nur noch den eigenen Herzschlag hört, wenn man nichts um sich herum mehr bewusst wahrnimmt, wenn man die Erschöpfung überwunden hat – dann ist es, als würde man auf der Bühne zwischen den Welten wandern.“
Martin Grubinger
In mehr als 25 Jahren spielte er auf Tournee mit den Wiener Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Los Angeles Philharmonic, dem NHK Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic und Dutzenden weiteren führenden Orchestern der Welt und war Artist in Residence in der Hamburger Elbphilharmonie, im Wiener Konzerthaus und bei der Camerata Salzburg. Komponisten wie Avner Dorman, Friedrich Cerha und Tan Dun haben Konzerte eigens für ihn geschrieben – eine Auszeichnung, die sowohl für seine technische Bandbreite spricht als auch für seine Rolle bei der Erweiterung des Percussion-Repertoires selbst. Auch an Anerkennung hat es unterwegs nicht gefehlt, darunter der Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals und der Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland, dazu Aufnahmen bei Labels wie der Deutschen Grammophon. Seine großformatigen Projekte, von The Percussive Planet bis hin zu Century of Percussion, zeigen einen Musiker, der beim Soloabend genauso zu Hause ist wie in der Kammermusik oder im großen Orchesterwerk.
Geboren in Salzburg, erregte Martin schon als Jugendlicher internationale Aufmerksamkeit, etwa beim Marimba-Weltwettbewerb in Okaya und beim EBU-Wettbewerb in Norwegen, bevor er am Bruckner Konservatorium in Linz und an der Universität Mozarteum Salzburg studierte – derselben Institution, an der er seit 2018 als Professor für Klassisches Schlagwerk und Multiperkussion unterrichtet, nachdem er zuvor an der Zürcher Hochschule der Künste gelehrt hatte. Heute, auf dem Höhepunkt einer Karriere, der viele Musiker ein Leben lang nachjagen, hat er sich von der Bühne zurückgezogen, um sich auf zwei Dinge zu konzentrieren: die Ausbildung der nächsten Generation von Spitzenmusikern am Mozarteum. Und, über MyGroove, die Freude, die er in der Musik gefunden hat, allen anderen zugänglich zu machen.
„Wir brauchen Menschen da draußen, die anders denken, die revolutionär denken, die innovativ denken. Und die Inspiration, den Treibstoff für Innovation, bekommt man aus der Kunst.“
Martin Grubinger
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Zwei Räume, eine Überzeugung
Den größten Teil seiner Karriere war Martins Welt die Konzertbühne. Carnegie Hall in New York, Suntory Hall in Tokio, die Salzburger Festspiele. Wenn er in Bestform spielt, beschreibt er das wie eine Art Tunnel: „Wenn man wirklich drin ist, vergisst man alles um sich herum und ist einfach nur da, um den Rhythmus der Musik zu genießen, den Moment selbst.“ Es sei derselbe Flow, den Sportler mitten im Sprint beschreiben, sagt er – und genau der trieb ihn als Jugendlichen dazu, bis zu vierzehn Stunden am Tag zu üben, mit einem einzigen Ziel: der beste Percussionist der Welt zu werden.
Dann, irgendwann Ende dreißig, schlich sich in einst elektrisierende Momente etwas ein, das er Routine nennt: dieselben Säle, dieselben Orchester, immer wieder. Etwa zur selben Zeit fiel ihm noch etwas anderes auf, weit weg von der Bühne: In den Schulen und im Alltag verlor die Musik an Boden. Also traf er eine Entscheidung: sich von der Bühne zurückzuziehen und seine Energie in zwei Räume zu stecken, die auf dem Papier nichts miteinander zu tun haben, aber von genau demselben Antrieb leben.
„Wir hatten einen MyGroove-Workshop in Wien mit zwanzig Kindern, alle acht oder neun Jahre alt. Ein Junge war anders. Er kam herein, schnappte sich die Gitarre, spielte Schlagzeug, rannte durch den Raum. Die Lehrer waren ein bisschen genervt, er war so lebendig – aber der wird die Welt verändern. Er sah all die Instrumente und konnte einfach nicht stillhalten. Er wollte die Welt verändern, genau in diesem Moment.“
Martin Grubinger
Raum eins ist die Universität Mozarteum Salzburg. Dort bildet Martin die Percussionisten aus, die die nächste Generation der Konzertmusik prägen werden. Seine Maßstäbe sind hier kompromisslos. Profimusiker zu werden verlange, wie er sagt, „100 % Einsatz, Tag und Nacht“. Talent ist dabei fast nebensächlich: „Talent interessiert mich weniger. Hingabe, Kampfgeist, Disziplin – das ist es, was mich wirklich anzieht.“ Es ist derselbe Anspruch an Exzellenz, der ihn von seinem ersten Konzert vor acht Leuten bis in ausverkaufte Säle weltweit getragen hat.
Raum zwei ist MyGroove, wo die andere Hälfte dieser Überzeugung lebt. Als Kind saß Martin im Schlagwerkunterricht seines Vaters – und Üben fühlte sich nie nach Pflicht an. Zehn Minuten Schlagzeug, dann zehn Minuten Fußball, dann Xylophon, dann ein Spaziergang im Wald, dann zurück ans Set – alles mit derselben Leichtigkeit. „Ich hatte nie das Gefühl, dass ich zum Spielen gezwungen werde“, sagt er. „Es war immer spielerisch.“ Gemeinsam mit Viacheslav Stakhov hat er MyGroove gegründet, um genau dieses Gefühl an alle weiterzugeben, die ein Instrument und zehn Minuten Zeit haben. Ob sie jemals eine echte Bühne betreten, ist dabei nicht der Punkt. Aber mit genug Hingabe bleibt auch dieser Weg offen – und die App sorgt dafür, dass es die ganze Strecke über Spaß macht.
Zwei Räume geben einer Grundüberzeugung Platz: Die Exzellenz, die einen Konzertsaal füllt, und der allererste Ton eines Kindes kommen aus derselben Quelle.
„Mit MyGroove können wir die Musikwelt verändern, wie sie heute ist. Die erste digitale Musikschule. Deshalb bin ich so motiviert, das Allerbeste zu geben.“
Martin Grubinger
In seinen eigenen Worten
Ein paar Momente aus einem MyGroove-Podcast-Gespräch mit Martin:
K: Was ist das Nerdigste an deiner Welt, das man wissen sollte?
M: „Alle meine Instrumente auf der Bühne müssen auf einer Ebene stehen. Keine Trommel darf auch nur ein bisschen höher sein als die andere. Und vor dem Spielen habe ich mich immer eingekreidet: Dabei habe ich ins Publikum geschaut und ein paar Mal durchgeatmet. Das gibt einem dieses ultimative Adrenalin.“
K: Studien zeigen, dass Musik bei Kindern Motorik, Kreativität, Resilienz und Konzentration fördert. Warum behandeln so viele Eltern sie trotzdem als etwas Optionales?
M: „Dazu gibt es gute Studien. Aber oft gibt es dieses Entweder-Oder zwischen Sport und Musik, und das ist schade, denn Musik prägt die frühkindliche Entwicklung wirklich. Ich halte sie für essenziell, aber sie darf nicht erzwungen werden. Wichtig ist das spielerische Ausprobieren – Kindern den Raum zu geben, es zu erleben und zu schauen, was hängen bleibt. Wenn sie das richtige Instrument finden und Spaß daran haben, dann bleibt es auch.“
K: Du hast gesagt, Künstler und Sportler seien vom selben Schlag. Woher kommt das?
M: „Ich fühle mich Sportlern sehr verbunden, deshalb ist mir Red Bull so nah. Sportler und Künstler leben dasselbe Leben. Wir müssen uns mit 10 oder 11 entscheiden, nicht mit 18, dass wir das machen. Das verbindet uns: Disziplin, Einsatz, harte Arbeit und dieses Eintauchen in jedes Detail – jede Trainingsminute, jede Phrasierung, jeden Zentimeter auf der Bahn. Wir wissen beide, wie es ist, mit 14 hart zu trainieren und sich kurz vor dem Wettkampf zu verletzen.“
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Aktuelle Presse & Medien
Aktuelle Berichterstattung über Martin und MyGroove:
Internationaler Musikwettbewerb der ARD 2026 — Martin ist Juryvorsitzender im Fach Schlagzeug
BR Klassik · Bayern 2 · Süddeutsche Zeitung
MyGroove
Salzburger Nachrichten (music school at home · global launch) · ORF · The Red Bulletin · Workshop report, GRG23 Vienna
Das Leben nach der Bühne
Münchner Merkur · ORF Salzburg
Kontakt: info@mygroove.app für Presseanfragen, Partnerschaften und allgemeine Anfragen zu MyGroove.
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